Ernst-Volker Staub

Ernst-Volker Wilhelm Staub

RAF-Mitglied.

Ernst-Volker Wilhelm Staub (* 30. Oktober 1954 in Hamburg) ist ein ehemaliger Terrorist der Rote Armee Fraktion (RAF). 1986 wurde er zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Nach Staub wird wegen Beteiligung an dem Sprengstoffanschlag gegen die JVA Weiterstadt, Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und mehrerer Raubüberfälle nach Auflösung der RAF gefahndet.

Staub bestand sein Abitur am Gymnasium Farmsen und studierte ab 1975 Sprachwissenschaften, Phonetik und ab Sommer 1976 auch Rechtswissenschaft an der Universität Hamburg. Mit seiner Exmatrikulation 1982 verlor sich seine Spur; er ging laut Butz Peters spätestens im Juni 1983 in den Untergrund. Im Juli 1984 wurde er gemeinsam mit Helmut Pohl aus der Kommandoebene der RAF und weiteren Mitgliedern der „Ebene der Militanten“ in einer konspirativen Wohnung in Frankfurt am Main verhaftet und am 5. Februar 1986 vom Bayerischen Obersten Landesgericht wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, unerlaubten Waffenbesitzes und Urkundenfälschung (eines Reisepasses) zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Während seiner Haft beteiligte sich Staub am Hungerstreik 1984/85. Nach dem Ende der Haftstrafe zog er im Juli 1988 nach Hamburg und unterhielt Kontakte zu Hamburger und Wiesbadener Unterstützern der RAF. Er tauchte 1990 unter und schloss sich offenbar im März 1990 erneut der RAF an. Seit 1991 wurde daher wieder nach ihm gefahndet. Damals wurden laut Bundeskriminalamt Haarreste von ihm an einem Motorradhelm gefunden.

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